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Wir über uns
Wir sind wie Du, Sie oder Du ...
Wir sind
Menschen, die nach längerer Zeit politischer
Hoffnungslosigkeit wieder Mut gefasst haben, dass wir es
gemeinsam in der Hand haben, etwas in diesem Lande verändern
zu können.
Wir sind das Volk,
ohne das es hier nicht geht.
Wir sind das Volk
und das müssen und können wir eben wieder lernen.
Und weil wir
das Volk sind und nicht das "Wahlvolk", das die
Superreichen aller 4 Jahre an die Wahlurne bittet, um sich
dann "demokratisch" legitimieren zu lassen, uns weiterhin
ausbeuten zu dürfen, brauchen wir nur wieder lernen, aktiv
zu werden. Zum Beispiel durch Montagsdemos oder durch
Petitionen und eigene Konzepte für eine bessere und
gerechtere Welt.
Das mit dem
"weiterhin ausbeuten" wird uns natürlich anders erklärt:
mittels eines Rettungsschirmes beispielsweise für die "...
notleidenden Banken", die, das muss man fairerweise sagen,
an unserem Geld vorher mehrfach verdienten und es dann erst
rigeros verzockten ... (in der damaligen "DDR" lief eine
Trickfilmserie, vielleicht kann sich der eine oder andere
erinnern: "Arthur, der Engel". Das war eine schöne Serie.
Immer, wenn auf der Erde einer in Not geriet, wurde er,
Arthur der Engel gerufen, um dann mit seinem Schirm zur Erde
zu segeln und Hilfe für die in Not Geratenen zu bringen, für
sie zu kämpfen und zu siegen ... ach war das schön). Da Frau
Merkel ja auch von da kommt, fiel ihr wahrscheinlich
Arthur und sein Schirm ein. Es fragt sich nur, wie groß ist
eigentlich so ein Schirm? Wie viele passen da drunter?
Könnte es vielleicht sein, dass es einige gibt, die wegen
des begrenzten Umfanges eines Schirmes im Regen stehen
bleiben müssen? Man könnte es fast glauben, will man aber ja
eigentlich nicht - oder? Oder sollte da etwa doch nur die
"Elite" (die Banken, die Superreichen...) Platz finden? Also
die, die von Seiten der Politik hofiert und geschützt werden
sollen? Die, von denen sich Politiker auch Hoffnungen
erträumen, man könnte ja bei Gazprom unterkommen oder beim
AWD oder ...? Na ja, langsam blicken wir durch ...
Immer, wenn diejenigen, die die Profite machen und immer
reicher werden, ihren Profit schwinden sehen, drücken sie
auf die Tränendrüse und rufen unser gemeinsames
Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen an und sie trafen
damit unser solidarisches Herz. Und immer, wenn
sie von uns den nächsten Euro bekommen hatten, vergaßen sie
ihr Verantwortungsgefühl uns gegenüber und entließen die
nächsten 10.000en von uns ... Arbeit sei zu teuer. Habt
Mitleid mit den armen Konzernen und verzichtet auf Lohn,
dann gibt es Arbeit für jeden ... bis zur nächsten
Entlassungswelle, die der vorangegangenen übrigens
in immer kürzen Abständen folgen wird ...
Aber: Sie können auch nicht anders. Sie müssen lügen, weil
sie sonst schon lange hinweggefegt worden wären. Und - sie
müssen ein winziges Stück ihres Kuchens abgeben,
zähneknirschend zwar mit dem typisch gewordenen Lächeln, den
bürgerlichen Höflichkeitsfloskeln und tadellosen
nadelstreifenehrlichkeitsvermittelnden Geschäftsgebaren,
aber wohl wissend, dass sie sich das Stück von uns schon
bald als größer gewordenes Zinseszinsgeschenk oder als in
Mode gekommenen Rettungsschirm zurückholen ... von uns
allen.
Die Frage ist,
wie lange dulden wir das noch?
Ein kleines
Büchlein, "Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen"
von Götz W. Werner, hat uns vor ein paar Jahren, 2005, 2006
wieder Mut gemacht. Die darin dargelegte Idee, mit einem
Grundeinkommen für alle eine gerechtere Welt zu entwickeln,
die das wesentliche Menschenrecht, das Recht auf Leben,
finanziell absichert, war wie ein Lichtblick, wie ein
Sonnenstrahl am Morgenhimmel ...

Und in dieser
Idee sehen wir uns mittlerweile mit vielen Menschen aus
völlig unterschiedlichen Denkrichtungen, politischen oder
religiösen Auffassungen vereint. Unsere "Initiative
Grundeinkommen Alb-Donau" sieht sich als Teil der
deutschland-, europa- und weltweiten Bewegung zur
Durchsetzung eines menschenwürdigen, existenzsichernden und
bedingungslosen Grundeinkommens, weil nur finanziell
unabhängige Menschen am gesellschaftlichen Leben und an der
Aufrechterhaltung von Demokratien teilhaben können und
wollen. Und weil damit ein Schritt zu einer gerechteren Welt
möglich werden kann.
Wir laden Sie,
Dich, alle
Menschen ein, die sich ebenso für eine gerechtere Welt und
für ein neues Denken, auch und gerade im Sinne eines
Bedingungslosen Grundeinkommens interessieren und einsetzen,
daran teilzunehmen.
Jörg Wagner
Mitglied des Netzwerkes Grundeinkommen
Manfred Wahl
Mitinitiator
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